Sektion Leipzig des Deutschen Alpenverein - Willkommen
Sektion Leipzig des Deutschen Alpenverein - Willkommen


Nicht in’s Wasser gefallen...

90Jahre “Leipziger Kletterschule“


Alles war seit Wochen vorbereitet: Platz freiräumen und mähen, Ausstellung mit histor. Foto’s und Dokumenten erstellen, sportliche Vorführungen vorbereiten, musikal.Unterhaltung und entspr. Tontechnik organisieren, Imbiß und Getränke besorgen sowie deren Warmhaltung, naturkundl. Infostand, Partyzelte in Reserve für kleine Wetterkapriolen, Parkplätze einrichten, Einladungen usw., usw.

Doch alles kam ganz anders! Am Morgen des geplanten Termins infolge des frühen Wintereinbruchs in unserem Lande die gleichen Bedingungen wie an den...weiterlesen





Leipziger Kletterschule


Lage: Östlich von Leipzig bei Brandis Zugang:

zum Ostbruch: links dem Fahrweg folgen, vor den Gärten rechts zum Steinbruch

zum Westbruch: den Fahrweg nach rechts, nächsen Waldweg nach links bergan, dann rechts bis oberhalb des Westbruchs, abseilen zu den Einstiegen

Anfahrt:

mit der Bahn nach Beucha und weiter per Bus bis Brandis Bhf (45min vom Hbf Leipzig)
mit dem PKW Von Leipzig B6 (neu) bis Gerichtshein; S45 bis Brandis, Grimmaische Straße, dann rechts in die Lange Straße, vor dem Bahnhof links und über den Bahnübergang, die Straße bis zum Ende dort parken

Karte:

gibt?s hier

Gestein:
Granitporphyr
Routen: ca. 80 Charakter: Wandkletterei in festem Gestein
Grad: I-IXb (1-8 UIAA) Höhe: bis 20m (Westbruch)
Kletter-
führer:

  • "Sportklettergebiete in Sachsen" Westteil, Frank R. Richter, Verlag Jäger, 2007
  • Topoführer Mitteldeutschland "Rotgelbes Felsenland" Gerald Krug, Geoquest Verlag 2007
Meldung von Sicherungschäden und Ähnlichen bei Jürgen Becher oder in der Geschäftsstelle (Fritz Rühle)

In der Nähe von Leipzig, am Kohlenberg bei Brandis dienen schon seit langer Zeit 2 Steinbrüche zum alpinen Training der Bergsteiger. Deshalb nennt man dieses Klettergebiet auch die Leipziger Kletterschule.

Im Ostbruch begann 1919 die Erschließung, bei der sich vorallem Felix Simon, Richard Vogtländer und Walter Kießig verdient machten. In den Nachkriegsjahren hatte Simon diesen Bruch entdeckt und nutzte ihn zur Vorbereitung auf seine Alpenfahrten. 7 Erstbegehungen bis VIIa führte er im Ostbruch durch. Auch die meisten der anderen Aufstiege entstammen dieser Zeit. Später wurden nur noch sporadisch Erstbegehungen durchgeführt.
Heute gilt der Steinbruch als perfekt eingerichteter Klettergarten, ideal für Familien oder Kletterkurse.
Erstbegehungen dürfen im Ostbruch nicht mehr durchgeführt werden.Der Einsatz von Magnesia ist verboten, ebenso er Ausstieg über die vorhandenen Umlenkungen.

Ein weiterer Bruch am Kohlenberg ist der Westbruch. Hier begann die Erschließung ab 1939 als man den Ostbruch zeitweilig sperrte.

Ostbruch
Ostbruch rechter Wandteil

Hier geht es zur Wegedatenbank

Westbruch
Westbruch Abseilstellen F bis I

Die ersten Begehungen führten Walter Krug, Herbert Kögel und einige andere durch. Ab 1959 begann Max Dathe weitere Anstiege zu erschließen. Bis heute werden Erstbegehungen in diesem Bruch durchgeführt. Allerdings sind einige der alten Wege durch ansteigen des Wassers nun nicht mehr durchführbar. Generell ist hier erst Abseilen angesagt, bevor das Klettern beginnt. Deshalb ist dieser Bruch eher nichts für Anfänger. Außerdem ist hier ein Steinschlaghelm ratsam. Auch hier ist der Einsatz von Magnesia ist verboten.


© 2006 IKD Dr. Harald Grünert & lifepix John Seyfert alle Rechte vorbehalten, Redaktion: Alpenverein Leipzig.